Stützungskäufe beim Euro?
Kaum das der Euro wieder etwas an Boden gewinnen kann, wird über mögliche Notenbankeninterventionen am Devisenmarkt spekuliert, welche den Freefall stoppen wollen.
Liest man den Artikel im Handelsblatt, soll gestern angeblich eine große Kauforder für Euros mit einem Volumen von ca. 400 Millionen eingegangen sein. Gerüchten zufolge soll diese von der Schweizer Notenbank initiiert worden sein. Diese haben nämlich kein Interesse an einem schwachen Euro, weil sonst ihre Exportwirtschaft zu stark leidet.
Die kleine Schweiz stellt sich also gegen den globalen Devisenmarkt, weil sie sich erhofft, dass sie den Kurssturz mit einer 400 Millionen Order stoppen könnte und so ihrer eigenen bescheidenen Exportwirtschaft einen Bärendienst erweisen möchte.
Eine wie wir finden viel näherliegende Erklärung könnte so lauten: Gewinnmitnahmen von Euro - Shortpositionen und in gewissem Umfang erste zaghafte Ankaufversuche von bösen Spekulanten. Außer diesen ist in so einer unsicheren Situation kein Marktteilnehmer bereit, auf die lange Seite zu wechseln. Spekulanten die short sind, wollen zwangsläufig etwas davon haben und müssen deshalb irgendwann zurückkaufen. Das stabilisiert die Kurse in einem solch angstbeladenen Marktumfeld.

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