Hohe Volatilität: Chance oder gefährlich?

9. Mai 2010 , Geschrieben von Der Risikomanager Veröffentlicht in #Common

Die Volatilität ist zurück. Seit Donnerstag letzter Woche, 20.40 Uhr, haben wir wieder Verhältnisse wie im Jahr 2008 - auf dem Höhepunkt der Finanzkrise. Der VIX Indikator (zeigt die erwartete Schwankungsbreite des S&p500 an) notiert aktuell wieder bei ca. 40. Im Oktober 2008 hatte dieser seinen historischen Höchststand von ca. 80 erreicht. Dazwischen war die Volatilität eindeutig auf dem Rückzug und erreichte im April diesen Jahres ihren vorläufigen Tiefststand bei ca. 16 Punkten. Schon einige Tage vor dem besagten Donnerstag haben aktive Trader miterleben können, dass die Dynamik wieder zugenommen hat. Ein klares Zeichen für Unsicherheit und ein schwächeres Umfeld. Es kann aber auch auf niedrige Liqudität zurückzuführen sein, dass erkennt ein erfahrener Marktteilnehmer aber schnell.

 

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Was bedeutet das für Day Trader?

 

Mehr Dynamik bedeutet grundsätzlich mehr Tradinggelegenheiten. Sie kann sich auch positiv auf die Auszahlungsquote (Verhältnis Gewinn zu Anfangsrisiko) auswirken. Das hängt in erster Linie davon ab, ob sich die Stoploss Größe der Dynamik des Marktes anpasst, oder davon unberührt bleibt.

Oftmals verändert sich auch das Wesen eines Marktes. An wichtigen Punkten bricht er deutlicher und es kann häufiger zu Folgebewegungen kommen, als in einem undynamischen Umfeld. Gute Voraussetzungen um Gewinnpositionen auszubauen. Selbst innerhalb eines Seitwärtstages kann es zu ausgeprägten Marktschwüngen kommen. Je größer das Tradingkonto, desto besser kann diese Dynamik ausgenutzt werden, weil die Positionsgröße sehr gut angepaßt werden kann und sich das Risiko so nicht deutlich erhöhen muss.

 

Trader mit kleinen Konten müssen hingegen eher Vorsicht walten lassen und sehr genau das Risiko abwägen. Auch wenn es manachmal schwer fällt die Füße still zu halten.

Für gute Trader mit großen Accounts ist mehr Dynamik also auf jeden Fall ein Vorteil.

Sie darf aber nicht extreme Ausmaße annehmen, wie es teilweise 2008 stattgefunden hat. Wenn sie sich verunsichert fühlen, oder nicht genau wissen wie sie die Situation einschätzen sollen, halten sie sich zurück und warten auf bessere Möglichkeiten. Für Day Trader gibt es praktisch keine verpaßten Chancen, denn die nächste kommt ganz sicher und zwar früher als sie denken.

 

Eventuell ist auch ein Wechsel des Marktes von Nutzen.

Es gibt Märkte die in ihrer Volatilität keine so extremen Veränderungen aufweisen, wie andere. Das kommt aber nur für solche Trader in Frage, die sich nicht auf einen oder zwei Märkte speziallisiert haben und einen etwas mechanischeren Trading-Ansatz verfolgen.

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