Occupy Wallstreet, Euro - Krise, Ende des Kapitalismus!?
Es wird auf alle Fälle - in nicht allzu ferner Zukunft - die Glocke zur nächsten "Runde" geläutet. Unter welchen Bedingungen unsere Gesellschaft dann die nächste Runde eröffnet, bleibt abzuwarten.
Dirk Müller aka Mr. Dax. Erinnern sie sich noch, der leicht ergraute Börsenschönling vom Frankfurter Börsenparkett? Auch wenn vielleicht etwas Wichtigtuerei mitschwingt, so ganz planlos sind seine Ausführungen nicht.
In einem Interview antwortete er auf die Frage, wie wir aus dem ganzen Finanz- und Schuldenschlamassel wieder rauskommen könnten,mit einem verflucht direkten Satz:
Indem wir ganz von vorn anfangen. Unser Finanzsystem ist am Ende.
Hört sich krass an aber ist nicht so weit hergeholt. Ich zähle mich auch zu diesen Glaubensbrüdern.
Müller weiter:
Unser Finanzsystem ist so beschaffen, dass es alle paar Jahrzehnte neu gestartet werden muss...
...Über die Jahrzehnte sammelt sich das Geld bei immer weniger Menschen an, während die Masse immer weniger davon hat. Für den Bürger spielt es am Ende gar keine Rolle, wo in diesem System die Schulden liegen – er zahlt am Ende immer; er zahlt seine eigenen Schulden sowieso, die des Staates über die Steuern, und die der Unternehmen über die Produkte, die er kauft, weil da die Zinsen in die Preise eingerechnet sind...
...das Geld ist sehr ungleich verteilt. Die Hälfte der Bevölkerung hat davon nur vier Prozent. Und die obersten zehn Prozent besitzen fast zwei Drittel dieses Vermögens...
...wir sind in der Endphase. Es wird – wie alle paar Jahrzehnte – zu dem kommen, was ich als ‚Reset’ bezeichne
Quelle: Handelsblatt
Diese Metapher mit dem Warmstart eines PC's ist übrigens von mir geklaut
, mittlerweile höre ich sie immer öfter. Müller gibt dem System eher kein Jahrzent mehr, sondern weniger Zeit, bis es erneut zu einer Umverteilung von Vermögen kommen wird. Dann aber in die andere Richtung als sonst.
Währungsreform, extrem hohe Spitzensteuersätze, oder sogar einmalige Sonderabgaben auf zB Immobilien oder Geldvermögen bis bin zu starker Inflation und Schuldenschnitt (Griechenland können die Politiker schon mal als Testspiel betrachten und üben) sind die Mittel der Wahl, solch eine Umverteilung von oben nach unten durchzuführen und damit den Resetknopf zu drücken.
Wohl dem, der in näherer Zukunft finanziell nicht viel zu verlieren hat, oder wie
Die Arschkarte ziehen dieses Mal andere - wenigstens vom absoluten Standpunkt aus gesehen. Aber seien sie unbesorgt: Verhungern wird die jetzige Elite sicher nicht. Sie wird darauf vorbereitet sein und im Gegensatz zu den meisten anderen wird sie sich vom Start weg schon wieder in aussichtsreiche Positionen begeben, um das Feld erneut aufzurollen.
Die weltbekannte Boston Consulting Group (Unternehmensberatung) - obwohl auch Kapitalisten vom Feinsten - habe ich zumindest auf meiner Seite, was das Thema System - Reset betrifft. Die Attac Szene und linke Sozis natürlich auch. Nur das die im Gegensatz dazu nach dem Neustart den Kommunismus ausrufen wollen. Ich habe das eigentlich nicht vor.

Kommentiere diesen Post