Market Recap Nov'10 vs Feb'11

6. Februar 2011 , Geschrieben von Der Risikomanager Veröffentlicht in #Common

Durch die sehr niedrigen durschn. Gewinne und die deutlich erhöhte Haltedauer der Positionen im Laufe der vergangenen Handelswoche, sah ich mich gezwungen, noch einmal einen genaueren Blick zu riskieren. Bei diesem Recap habe ich die Tagesläufe der letzten Woche, mit einigen fast willkürlich ausgewählten von Anfang November letzten Jahres verglichen (als das Konto gut Zuwächse vorweisen konnte).

Feb'11 (zum vergrößern anklicken)

123

Nov'10

1122333

 

Marktanalyse: Es ist auszumachen, dass sich die Bewegungsynamik insg. ein wenig - aber nicht frappierend - abgeschwächt hat. Tagesspannnen von mehr als 80 Punkten kommen momentan allerdings fast nicht vor. Vor zwei Monaten waren sie regelmässig zu beobachten. Pinzipiell ist aber weiter genug Volatilität vorhanden, um in einem 15er Swing, eine akzeptable Ausbezahlung auf das Standardstop von 20 Pkt. zu bekommen.

Obwohl auch im Januar bei "CFT" keine deutlichen Kontozuwächse zu verzeichnen waren, lag das weniger am Marktverhalten, sondern am Pech bei der Richtungswahl durch die Münze. In dieser Woche hingegen ist nun zu beobachten gewesen, dass es aus der Eröffnungsphase heraus, eigentl. keine signifikanten Swings mehr gegeben hat. Im November lief der Bund häufig vom Start weg - ohne Reaktion - min. 40 Punkte in eine Richtung. Selbst dann, wenn danach noch ein Seitwärtstag daraus geworden ist. Anfang Februar liegt die Strecke bei gerade mal 20-25 Ticks. Meistens bewegt sich der Bund bis in die Nachmittagssitzung heinein - in einer überschaubaren Kursspanne - seitwärts. Die Hauptbewegung des Tages setzt erst nach 14 Uhr ein.

Das ist ein Switch im Marktverhalten. Dadurch erklärt sich auch die längere Tradedauer. Meine anvisierten Zielzonen konnten oft nicht mehr in einem Rush erreicht werden. Die Marktdynamik vom Openlevel weg lies sehr zu wünschen übrig - egal in welche Richtung. Da viele Trades trotzdem schon einigermaßen im Gewinn lagen, sicherte ich mir einen Teil des Richtungsvorteils ab. In einem Seitwärtsumfeld bedeutet das aber auch, dass nicht mehr viel nachkommen wird, und die Positionen letzend Endes mit einem ziemlich mageren Gewinn rausfliegen werden. So kommt es zu den niedrigen Gewinnern in dieser Woche.

Welche Schlüße sind zu ziehen?

Jeder Trader sieht sich diesem Problem regelmässig gegenübergestellt. Es gilt jetzt eine Entscheidung zu treffen, welche zwischen Flexibilität und Kontinuität einen guten Mittelweg beschreitet. Beim Entry bin ich durch den fixen Einstiegszeitpunkt zusätzlich zum Zufallseinstieg gehandicapt, also steht mir nur das TM, oder die Positionsgröße als Drehschraube zur Verfügung.

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D
<br /> Das gleiche Verhalten ist auch in den Währungen zu erkennen. Nachlassende Volatilität und die Entscheidung über die Tagesrichtung fällt oftmals erst am Nachmittag in der US-Session.<br /> <br /> <br />
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D
<br /> <br /> Die größten Unterschiede sind oft dann zu beobachten, wenn der Markt aus einem soliden, länger anhaltenden Bullenmarkt in eine Korrektur wechselt, oder in einen schwächeren Seitwärtsmarkt<br /> übergeht. Grade wenn der Bund solide aufwärts läuft, geschieht das häufig bei sehr niedriger Dynamik und ein signifikanter Handel unter das Openlevel ist die Ausnahme. Deshalb ist es auch<br /> wichtig, dass ein Trader alle Marktphasen min. einmal mitmacht. Auch wenn das Laufverhalten nie ganz identisch sein wird, hilft diese Erfahrung ungemein, sich  schneller und besser<br /> anzupassen und überhaupt zu wissen, was einen erwarten kann.<br /> <br /> <br /> <br />