Euro - Comeback in Sicht?
Seit seinem Verlaufstief vom 4. Oktober bei 1.3142, gewann der Euro gegenüber dem Dollar wieder deutlich an Wert. Auch auf den vereinbarten Schuldenschnitt für Griechenland reagierte der Euro zum Dollar positiv und notierte am Donnerstag dieser Woche in der Spitze bei 1.4243 - also fast exakt 11 Cent höher, als zu Beginn des Monats.
Wird jetzt wieder alles gut, und ist unsere Gemeinschaftswährung nun auf einem besseren Weg angelangt? Der Schluß liegt nahe, bei so einer Entwicklung.

Ein Blick auf die wichtigsten Euro Cross - Pairs spricht jedoch eine andere Sprache. Gegen die kanadische-, australische-, japanische- und die schweizer Währung verliert der Euro seit dem Jahr 2008 kontinuierlich an Boden und befindet sich hier, mittelfristig - im Gegensatz zum USD - weiter in einem gut ausgeprägten Abwärtstrend. Genau diese Entwicklung spielt u.a. der deutschen Exportwirtschaft in die Hände und lässt unsere Wirtschaft bis jetzt, trotz, oder vielmehr gerade wegen der akuten Euro - Krise, so gut dastehen.
Solange das EUR/USD Pair weiterhin unter 1.5144 gehandelt wird, besteht auch hier kein Grund zu der Annahme, dass der Euro mittelfristig zum Dollar wieder deutlich zulegen kann.
Euro gegen Dollar kann auch Not gegen Elend lauten, denn auch der Dollar ist auf breiter Front tendenziell schwächer einzuschätzen. Kein Wunder, beide Währungsräume haben auch die aktuell brenzligsten Schuldenprobleme auf ihrer Seite.

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