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Finanztransaktionssteuer in Europa auf dem Weg

25. September 2011 , Geschrieben von Der Risikomanager Veröffentlicht in #Common

Geschäftsmodell Trading in Europa vor dem Aus?

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Einige Stimmen zum erneuten Vorstoß von Merkel und Sarkozy, eine FTS einzuführen:

Josef Ackermann in einem Interview bei CNBC dazu:

„Das Wiederaufleben der Idee ist problematisch, ich dachte eigentlich, sie sei für immer tot. Den Preis dafür werden Frankfurt und Paris zahlen.“

Volker Wissing von der FDP äußert sich ebenfalls kritisch dazu:

„Wir wollen verhindern, dass Finanztransaktionen vom regulierten deutschen Markt auf unregulierte Märkte abwandern.“


Bankenverbandspräsident Andreas Schmitz:

"Weil ihr Börsenprofis mit einem Klick am Computer ausweichen könnten, seien am Ende nur Sparer und Kleinanleger gekniffen"

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hingegen warnte vor einem Verlust von 70.000 Jobs am Finanzplatz Frankfurt, sollte die Steuer ohne den größten europäischen Finanzplatz London eingeführt werden. Von den deutschen Börsenbetreibern habe ich noch kein Statement gehört.

Nach bisherigem Kenntnisstand ist nur für den FX Spotmarkt eine Ausnahme geplant, damit der freie Kapitalverkehr in der EU nicht gestört wird (die Forexbroker wird es freuen).

Und auch Schmitzs, sowie Bouffiers Bedenken wird Rechnung getragen, indem es London erheblich erschwert werden soll, gänzlich um die Steuer herumzukommen (Falls sie nicht in der ges. EU eingeführt werden kann). So soll das Sitzland einer der beteiligten Counterparts für die Entrichtung der Steuer ausschlaggebend sein. Demnach müssten sogar amerikanische Banken die Steuer entrichten, wenn sie mit einer europäischen eine Transaktion abwickeln. Das Gesetz soll ab Januar 2014 gelten.

Jetzt erst mal den offiziellen Gesetzentwurf abwarten. Lange wird's wohl nicht dauern, wenn es nach Herrn Schäuble geht.

Cheers...

Quelle: Handelsblatt.com

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